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Montag, 4. Februar 2013

USA: Denen soll ich vertrauen?


Eine verquaste “Bildung”, wie sie in den USA immer mehr Verbreitung findet


school_in_usa_1“Wo der Strom her kommt und was das ist, wissen wir nicht”, führen die Autoren der “Le(h)erschrift: Science 4 für christliche Schulen” aus.  Und wirklich, das Wort Gott in jedem Satz im Buch eingefügt, fast schon unheimlich. Aber man kann es überall hinstellen. "Gott schuf eine Gruppe von verrohrten Pflanzen, die keine Samen besitzen, die Farne. Die meisten Farne wurden von Gott mit großen, geteilten Blätter genannt Wedel geschaffen." usw.

Das fatalste sind jedoch die Umkehrschlüsse: “Die Wissenschaft schätzt die Erde auf einige Millionen Jahre, genau wissen sie es nicht. Wir wissen jedoch vor viel kürzer Zeit schuf Gott die Erde...” (weiter lesen)


In einer lesenswerten Reportage schreibt “Die Zeit”:  Das Patrick Henry College, eine Autostunde von der Hauptstadt Washington entfernt, ist ein Brutkasten der evangelischen Elite. Es wurde vor zwölf Jahren gegründet, 340 Leute studieren hier Fächer, die »Regierung« heißen (eine gute Grundlage für zukünftige Abgeordnete und Präsidenten), »Strategic Intelligence« (Agenten) oder »Staatsfinanzen und Steuerwesen« (Finanzminister). Fast 90 Prozent der Studenten haben zuvor noch keine Schule von innen gesehen; sie wurden aus religiösen Gründen zu Hause unterrichtet. Schulen, die im Biologieunterricht Sexualkunde und Evolutionstheorie lehren, sind tabu.Das Patrick Henry College, eine Autostunde von der Hauptstadt Washington entfernt, ist ein Brutkasten der evangelischen Elite.  (weiter lesen)

Und in Deutschland, der “SPIEGEL online” berichtete: “Die Romeikes aus Bissingen in Baden-Württemberg wollten ihre fünf Kinder zu Hause unterrichten, weil sie ein ‘anti-christliches Weltbild’ an den staatlichen Schulen fürchteten. Sie ließen ihre Kinder nicht zur Schule gehen und wanderten 2008 nach jahrelangem Streit mit den Behörden in die USA aus. Dort stellten sie im April 2009 einen Asylantrag - dem jetzt stattgegeben worden sei, teilte die evangelikale Lobbygruppe ‘Home School Legal Defense Association’ (HSLDA) in der Nacht zu Mittwoch mit.” (weiter lesen)

Mehr lesen:
Der Originaltext, Die Facebookdiskussion



Dienstag, 29. Januar 2013

Sexismus-Debatte bei Jauch


Muß das diskutiert werden?


Wie absurd muß ein Thema sein, das nicht schon lange diskutiert wurde.



Ich fühle mich mit George Sand, Rosa Luxemburg und den Tausenden Frauen in einer Bewegung und gehe ohne Probleme Hand in Hand mit Alice Schwarzer (falls es nicht zu abstrakt wird, liebe Alice).

Nur was diskutieren wir eigentlich, einen Brüderle (wer ist das eigentlich) der versuchte eine jüngere Frau anzumachen und kläglich scheiterte? Ist das “Sexismus”?

Liebe “dumm schwätzerischen” Frauen, wie würdet ihr euch fühlen, falls euch morgen keiner mehr versucht anzumachen?

Was ihr wollt ist hausgemachte Moral, jeder Frau ihre eigene: “Ach er sprach über einen Film den fand ich aber blöde, ich denke er hatte sexistische Gedanken. Pfui!”

Habt ihr Euch schon einmal den Schwachsinn angesehen, bei der fast alle Frauen dahin schmälzen. Warum wird der Blödsinn ausgestrahlt und was wird darin transportiert: Der blendende Held auf den alle Frauen warten. Ach, liebe Alice, das ist sexistisch? Warum klotzt Deine Klientel das und läßt sich dafür mit noch “depperer” Werbung berieseln?

Ich stehe zur Frauenbewegung und zur Gleichstellung, nur wenn dann journalistische Genauigkeit in der “Deutschen Welle” endet, weil es um Quote geht (heute gehört: Mexiko ist ein nordamerikanischer Staat), kommen wir Zweifel.

Können wir nicht ein wenig normal bleiben? Ne Anmache ist eine Anmache. Da gibt es ein einfaches Signal: “Nö, ich mag nicht.” Wenn beide Seiten diese kleine Regel respektieren, ist das weder sexistisch noch unmoralisch. Die eine geht ihrer Wege, der andere geht seiner Wege. Klar muß sein, das dies weder dem einen noch der anderen zum Nachteil gereicht, denn dann wird es erpresserisch und dafür gibt es entsprechende Gesetze.

Es geht um den Respekt untereinander der flöhten geht und man hat den Journalisten des “Stern” schnell abgewürgt, der einflechten mochte, das viele Mitbürger eine sehr hohe Moral gegenüber ihrer Familien einfordern, aber mit Frauen umgehen als seinen sie Müll. Der Kollege meinte einige Immigranten und wie schlimm, das dürfen wir ja nicht sagen. Alice, wie sieht Dein innerer Konflikt aus? Besser wir reden nicht darüber? Dabei ist es eine Tatsache, die wirklich angegangen werden sollte. Wir müßen uns nicht an Minderheiten orientieren, sondern selbstbewußt eine moderne offene Gesellschaft verteidigen. Dabei spielt es keine Rolle ob Mann oder Frau.

Selbstbewußte Männer und selbstbewußte Frauen haben keinen “Sexismus” nötig, sie begegnen sich auf Augenhöhe und ohne demagogische Doppelmoral!

Bild: Wikipedia


Sonntag, 9. September 2012

Die Job-Lüge





Erfolglose JobsucheWie der Fachkräftemangel Bewerber frustriert

Von Nicola Holzapfel
Von wegen Kampf um die Köpfe: Die Wirtschaft beschwört den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Verlust von gut ausgebildeten Arbeitskräften. Das steht in krassem Gegensatz zu dem, was manche hochqualifizierten Bewerber bei der Jobsuche erleben. (weiter lesen...)


Ja, "Fortsetzung folgt", wäre anzumerken, wenn es zur Diskussion um "höher Qualifizierte" geht. Den Ansatz gibt es schon so lange, wie der Faktor "Mensch" in der Produktionskette um die Faktoren "Kosten" und "Produktivität" ergänzt wurde. So sind die echten "Macher" der derzeitigen Politik, kurz BWLer oder Betriebswissenschaftler genannt, auf die Formel "Human Resources" gekommen.

Vielleicht sollten in dieser Diskussion einige Faktoren ergänzt werden: zumindest Bildung und Kenntnisse. Dabei ist ersterer Faktor wohl der, der herzlich mit Füßen getreten wird und die rohstoffwüste Deutschland spielt dabei mit dem einzigen, was bisher ihr Kapital war: Das Know-How seiner arbeitenden Bevölkerung. Im Zusammenhang mit diesem Artikel sollte es wohl auch heißen, seiner arbeitenden und nicht arbeitenden Bevölkerung. Wer kann es sich schon leisten tausende von hoch qualifizierten Menschen aus dem Produktionsprozeß auszuschließen oder tolle Leute auszubilden (auf Kosten der Steuerzahler), damit diese anschließend im Ausland arbeiten?

Ärztemangel, Greencard? Was für ein Unsinn. Als ich noch in der Schweiz lebte und ins Krankenhaus mußte, waren es deutsche Ärzte und Schwestern die mich behandelten. Einfach da sie dort hervorragende Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung bekamen. Wie kommen wir, Softwareentwickler, ins Ausland? Genau aus den gleichen Gründen. Da müßen doch Fragen gestattet sein, wie...

Lohngestaltung?


Es ist doch schon peinlich, wenn ein Land wie das Deutsche genötigt ist eine Diskussion über Lohndumping, Billiglöhne und Mindestlohn zu führen. Wenn arbeitende Menschen Sozialzuschüße benötigen und bei der Nivellierung der Sozialstandards in Europa, an die Untergrenzen gedacht wird, anstatt an einen Fortschritt.

Rentenentwicklung?


Die Diskussion baut auf der Frage "Lohngestaltung" auf: Wer schlechte Löhne hat, wird auch schlechte Sozialabgaben zahlen können und private Vorsorge? Wie bei den Krankenkassen, ein System in die Zweiklassengesellschaft.

Ausbildung, Kita?


Klar, das muß in einem Zusammenhang gesagt werden! Wer Kinder- und Jugendbildung so mit Füßen tritt, wie dies derzeit in Deutschland stattfindet, muß sich nicht wundern, daß die demographische Entwicklung so ist wie sie ist. Wobei Menschen, die unter der "Lohngestaltung" wie oben beschrieben leiden, wohl kaum auch noch Kinder in die Welt setzen wollen.

Die Themen sind natürlich verkürzt, sonst würde dies kein "Post", sondern ein Buch werden. Die Fragen sollte sich jedoch jeder stellen und darüber nachdenken: Wie soll es weiter gehen? Viele können sich mit abstrakten Forderungen zum Beispiel von den "Piraten" oder den "Linken" heute noch nicht anfreunden, aber denken wir einmal darüber nach... In wenigen Jahren werden sie mangels Alternativen von den heute etablierten Parteien postuliert werden! (Siehe derzeitige Diskussion zum Rentensystem.)

Fachkräftemangel?


Bundeskanzler Schröder (oder "Bundes-Unternehmerfraktionär"?) doktrinierte mit diesem Begriff schon vor Jahren, gemeint ist der Mangel an "Überschußkräften", die im Lohn- und Gehaltsgefüge gegeneinander ausgespielt werden können. Das kapitalistische Wirtschaftssystem kennt eben den Faktor "Mangel und Überschuß" zur Gänze. So wäre es ein willkommener Zustand, bei den Fachkräften aus dem Vollen schöpfen zu können, anstatt sich um die "wenigen" kümmern zu müßen.
Wäre es nötig die deutschen zu qualifizieren, sähe die Schulpolitik, der Kindergartenausbau und die Arbeit der entsprechenden Ämter anders aus. Nein, die Politik baut auf den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland, zu Billiglöhnen und im Hadern mit dem Sozialsystem.